Sommerschule: Die immer noch nicht genug haben


Nach einer anstrengenden ersten Hälfte des Jahres und für viele auch nach einem anstrengenden Schuljahr freut sich ganz Niedersachsen auf einen entspannten Sommer und die langen Ferien. Doch es gab 52 Judoka, die immer noch nicht genug hatten und bei der Sommerschule des NJV dabei waren. Unter diesen waren auch Vincent und David vom JSC Hannover-Süd.

Los ging es am Montag, den 16.07. mit einem lockeren Kennenlernen auf den Matten des Olympiastützpunktes Hannover. Danach folgte auch gleich einer der Höhepunkte der Sommerschule. Es standen zwei Einheiten mit Dag Simmigskiöld, einem der Ausbildungsleiter des Schwedischen Judoverbandes, auf dem Plan. Mit seiner sehr kurzweiligen und lustigen Art konnte er den Teilnehmern einige Techniken zeigen und vermeintlich schwere Bewegungsabläufe näherbringen.

Der nächste Tag startete mit Frühsport bei Achim Beck. Anschließend gab es noch eine Einheit mit Dag Simmigskiöld. Nach dem Mittagessen waren die beiden niedersächsischen Kata-Experten Tim Smeikal und Alexander Schleicher an der Reihe. Die Gewinner der Deutschen Katameisterschaft 2017 zeigten den Judoka die ersten drei Gruppen der Nage-no-kata. Bevor es Abendbrot gab, stand noch ein Training bei Behrouz Alikhani mit dem Schwerpunkt O-soto-gari und Weiterführung in den Bodenkampf an. Nach dem Essen durften sich die Teilnehmer im brasilianischen Hebeln versuchen. Robert Heuschneider zeigte einige Techniken aus dem Brazilian Jiu-Jitsu, von denen wir Judoka einiges lernen können.

Auch der Mittwoch startete wieder mit Frühsport. Danach gab es eine Einheit beim leitenden Landestrainer Sven Loll. Er demonstrierte viele bekannte, aber auch einige unbekannte Uchi-komi-Formen. Bei den meisten Teilnehmern machten sich langsam Ermüdungserscheinungen bemerkbar und deshalb ging es am Nachmittag ins Schwimmbad und in die Sauna. Für die, die immer noch nicht genug hatten und eine Gürtelprüfung anstrebten, bestand aber auch die Möglichkeit noch einmal in die Halle zu gehen und zu üben. Am Abend wurde bei einem nahegelegenen Sportverein gegrillt.

Am 4. Tag wurden morgens die Lebensgeister wieder von Achim Beck geweckt. Danach durften die Teilnehmer bei Marcus Thom viele Judospiele ausprobieren und am Ende das Spiel des Jahres küren. Nach dem Mittag präsentierte Maik Edling ein Stand-Boden-Mix. Der Höhepunkt des Tages folgte aber am Abend, als der Olympionike (3. Platz 2012) Dimitri Peters die Matte betrat. Er zeigte den Judoka seine besten Techniken, die vom Stand in den Bodenabschluss führen.

Natürlich startete der Freitag – wie die letzten Tage auch – mit Frühsport. Im Anschluss zeigte Dirk Hagedorn die erste Gruppe der Katame-no-kata. Nach dem Mittagessen stand dann Judo Fitness bei Bettina König an, wobei sie vor allem die Sensomotorik forderte. Danach gab es eine Selbstverteidigungseinheit mit Sebastian Zwetzschke. Hier flossen einige Aspekte des Ju-Jutsu ein. Am Abend wurde es dann nochmal für 11 Judoka ernst. Es fand die Kyu- und Dan-Prüfung statt. Alle Prüflinge bestanden ihre Prüfung und dürfen sich nun einen neuen Gürtel umbinden. Außerdem absolvierten auch 16 Judoka erfolgreich das Judo Sport Abzeichen.

Am letzten Tag stand noch eine Erste Hilfe Einheit mit David Gräter auf dem Plan. Als Erste Hilfe Ausbilder und Judotrainer konnte er die Inhalte sehr judonah vermitteln. Doch dann hieß es Abschied nehmen. Eine tolle Woche ging zu Ende, in der die gesamte Gruppe zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen war. Ein besonderer Dank gilt dem Orgateam (Carsten Tront, Dennis Burkhardt, Udo Möbus, Martin von den Benken, Markus Thom und Jens Wendtland), das die Veranstaltung hervorragend organisierte und bei Fragen immer zur Verfügung stand.

Nächstes Jahr wird die Sommerschule vom 15.-20.7. stattfinden. Wir würden uns freuen, wenn der JSC dann noch zahlreicher vertreten sein würde.

Fotos: Udo Möbus